Die Zukunft Europas hängt auch von uns ab

Das europäische Projekt ist gefährdet. Antieuropäische Kräfte haben bei ihrem Kampf bereits erste Etappensiege erzielt. Auch und gerade wir Vertreter der Wirtschaft sind gefordert, mehr Engagement für den europäischen Einigungsprozess zu zeigen. Im Vorfeld der kommenden Europawahl am 26. Mai haben wir dazu die Gelegenheit.

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Am 26. Mai Zukunft wählen: Europa!

Bei der Europawahl am 26. Mai 2019 steht viel auf dem Spiel. Es besteht die Gefahr, dass die Europa-Gegner zur entscheidenden Verhinderungsmacht im Europäischen Parlament werden. Doch nach dem von Europa-Gegnern verursachten Brexit-Chaos kann sich der Kontinent nicht schon wieder eine Vertrauenskrise erlauben. Deswegen zeigen auch die Arbeitgeber in Deutschland klar Flagge für ein geeintes Europa. Wir rufen dazu auf, Kräfte zu stärken, die Europa positiv weiterentwickeln wollen! Das europäische Projekt ist trotz mancher Herausforderung insgesamt ein einzigartiger Erfolg!

Selbstverständlich bleibt es dabei, dass wir als BDA gegen bürokratische Auswüchse in Europa klar Stellung beziehen. Aber: bei der Europawahl geht es eben um mehr. Es geht um das europäische Projekt insgesamt. Wir Vertreter der Wirtschaft wollen deswegen mehr tun für Europa. Gerade weil wir in Deutschland von dem europäischen Binnenmarkt profitieren wie keine zweite Volkswirtschaft, werben wir für die Wahl von Kräften, die Europa positiv weiterentwickeln.

Auf www.zukunft-wählen-europa.de bündeln wir für Sie alle Angebote zur Europawahl – Nützliches, Wissenswertes und vor allem gute Argumente für Europa.

Steffen Kampeter
Hauptgeschäftsführer der BDA

Zehn Thesen zur Wahl zum Europäischen Parlament 2019

1

Europa ist unsere Zukunft – durch Integration gewinnen

  • Arbeitgeber bekennen sich zur Europäischen Union
  • Soziale Marktwirtschaft prosperiert dank EU-Integration
  • Nur mit EU kann Deutschland Zukunft meistern

2

Binnenmarkt stärken – EU zum attraktivsten Wirtschaftsraum der Welt machen

  • Funktionierender Binnenmarkt schafft Basis für sozial starkes Europa
  • Digitalen Binnenmarkt vollenden, freier Verkehr von Daten
  • Freiraum im Binnenmarkt stärken, Entsenderegeln erleichtern

3

Digitalisierung in Europa gestalten – Flexibilität sicherstellen

  • Europa zum Vorreiter der Digitalisierung machen
  • Sozialpartner brauchen Spielraum, um digitale Arbeitswelt zu gestalten
  • Digitale Kompetenzen der Beschäftigten durch EU Programme unterstützen

4

Arbeitsmobilität fördern – EU-Arbeitnehmerfreizügigkeit optimieren, Talente für EU gewinnen

  • Arbeitsmobilität stärken: Hindernisse abbauen, Missbrauch bekämpfen
  • Europaweit arbeiten: Bedingungen für Arbeitgeber und Arbeitnehmer verbessern
  • Talente aus Drittstaaten werben: "Blue Card" bekannter machen

5

Subsidiarität achten – nationale Arbeitsmarkt- und Sozialpolitik respektieren

  • Vielfalt bei Arbeitsmärkten erhalten, Sozialsysteme in Mitgliedstaaten gestalten
  • Europaweit Sozialpartner und Sozialen Dialog stärken
  • Impulse für solide finanzierte Sozialsysteme über Europäisches Semester geben

6

Bildung in der EU voranstellen – Grundlage für Wohlstand legen

  • EU-Markenzeichen fortschreiben: Erasmus-Mittel verdoppeln
  • Bildung europaweit stark machen, Erfahrungsaustausch fördern
  • Europaweit MINT-Bildung attraktiver machen, MINT-Initiativen unterstützen

7

Freihandel ermöglichen – faire Regeln für Wachstum in Europa gestalten

  • EU als Verteidigerin des Freihandels – aktiv gegen Protektionismus
  • Neue EU-Freihandelsverträge ambitioniert zum Abschluss bringen
  • Verlässliches und transparentes Handelssystem stärken

8

Wirtschafts- und Währungsunion weiterentwickeln – Euro garantiert Stabilität

  • WWU-Reformen voranbringen, stabile WWU ist Basis für Wohlstand
  • Strukturreformen in Mitgliedstaaten begleiten und unterstützen
  • Euro als internationales Zahlungsmittel weiter aufwerten

9

EU-Mehrwert schaffen – groß in großen, klein in kleinen Fragen sein

  • Subsidiarität besser beachten, Akzeptanz für EU ausbauen
  • Globale Herausforderungen wie Sicherheit oder Migration angehen
  • Bürokratie abbauen statt neue schaffen

10

Politik mit Verantwortung – europäische Werte verteidigen

  • Absage an Populismus, der keine komplexen Probleme lösen kann
  • Handlungsfähige EU: Europa ist die Lösung, nicht das Problem
  • Europäische Werte vertreten –auch nach innen

Meldungen

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Publikation

A Europe with opportunities for all – A business ambition for 2030

Together, Europe’s countries, companies and citizens have built the European Union, an achievement we can truly be proud of. It has made the European way of life possible, brought prosperity to Europeans through a common market and allowed Europe’s countries to strengthen the continent’s relations with the rest of the world.

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Wie geht es nach der Wahl weiter?

23.–26.05.2019

EU-Wahl

Mai/Juni 2019

EP-Fraktionen und Ausschüsse werden gebildet, Mehrheitsbildung Spitzenkandidat

20.–21.06.2019

Vorschlag EU-Kommissionspräsident im Europäischen Rat

02.07.2019

Konstituierende EP-Plenartagung

Mitte Juli 2019

Wahl des neuen EU-Kommissionspräsidenten

Sommer 2019

Nominierung der Kommissionsmitglieder

September/Oktober 2019

EP-Anhörung und Abstimmung der Kandidaten für die EU-Kommission

voraussichtlich 01.11.2019

Neue EU-Kommission tritt Amt an

Europa

Viele Vorteile für Unternehmen und Arbeitsplätze

Die Europawahlen am 26. Mai sind für die deutsche Wirtschaft von herausragender Bedeutung. Zwar ist Europa längst nicht perfekt, aber zehntausende Unternehmen und Millionen Arbeitsplätze profitieren tagtäglich von der EU. Im Zeitalter der Globalisierung hat Deutschland – mit bald weniger als 1 Prozent der Weltbevölkerung – nur gemeinsam mit den europäischen Partnern international Gewicht. Und am wichtigsten: Europa sichert uns Frieden seit über 70 Jahren!

Deshalb sagen wir JA zu einem starken Binnenmarkt, JA zu einem stabilen Euro und JA zu offenen Grenzen im Schengenraum!

Fakten für EUROPA:

Starker Binnenmarkt
  • Mit rund 15 Billionen Euro Bruttoinlandsprodukt, mehr als 500 Millionen Bürgerinnen und Bürger und einem Anteil von 22 Prozent an der weltweiten Wirtschaftsleistung ist die EU einer der größten Wirtschaftsräume der Welt.

  • Der gemeinsame Binnenmarkt schafft europaweit Arbeitsplätze und Wohlstand.

  • 2018 exportierten deutsche Unternehmen Waren im Gesamtwert von fast 780 Milliarden Euro in die anderen 27 Mitgliedstaaten der Europäischen Union. Das entspricht fast 60 Prozent des Gesamtexportes der Bundesrepublik. Und in Deutschland hängen fast 30 Prozent der Arbeitsplätze direkt oder indirekt vom Export ab.

Stabiler Euro
  • In nur 20 Jahren nach seiner Einführung hat sich der Euro zur zweitwichtigste Währung der Welt entwickelt. 60 Länder haben ihre Währung direkt oder indirekt an den Euro gebunden. Damit ist der Euro eine weit über die Grenzen hinaus anerkannte Währung und ein Garant für Stabilität und Währungssicherheit. Selbst eine starke D-Mark hätte diese Bedeutung nie erlangen können.
  • 340 Millionen Bürgerinnen und Bürger in den 19 Mitgliedstaaten des Euroraums nutzen Tag für Tag den Euro als Zahlungsmittel. Allein beim Reisen sparen sie jährlich über 30 Milliarden Euro an Wechselgebühren.

  • Unternehmen profitieren von einem stabilen Euro, weil eine niedrige Inflation mit niedrigen Zinssätzen einhergeht. D. h., Unternehmen können günstigere Kredite aufnehmen, um etwa in neue Maschinen oder mehr Forschung zu investieren.
Starke Wirtschaft & Mobilität
  • Die deutsche Wirtschaft ist in Europa zu Hause. Acht der zehn wichtigsten Handelspartner liegen in der EU, inklusive der Schweiz.

  • 17 Millionen Europäerinnen und Europäer leben und arbeiten heute in einem anderen EU-Mitgliedstaat. Europa macht es möglich, unkompliziert zu reisen, im Ausland zu lernen, gemeinsam zu forschen.

  • Die Freizügigkeit der Arbeitnehmer ermöglicht allen Bürgerinnen und Bürgern der EU ihren Lebensunterhalt EU-weit dort zu verdienen, wo sich ihnen gute Jobs bieten.

  • Umfassende Freihandelsabkommen der EU mit Kanada (CETA), Japan, Singapur sowie weiteren Staaten bieten den Unternehmen die Möglichkeit, neue Absatzmärkte und Handelspartner zu finden.

Internationaler Austausch & europaweite Bildungschancen
  • EU-Programme fördern Praktika, Ausbildungsabschnitte und Weiterbildungsmaßnahmen im Ausland und unterstützen dadurch die Mobilität von Schülerinnen und Schülern, Auszubildenden und Studierenden.

  • Das Erasmus-Programm ist ein unumstrittener Erfolg der EU. Mit dem breitgefächerten Angebot von Erasmus+ erhalten viele junge Menschen die Möglichkeit, grenzüberschreitend zu lernen, zu studieren und sich zu qualifizieren.

  • Mit der Bologna-Reform haben sich die teilnehmenden Staaten auf ein gemeinsames Studienmodell verständigt. Das fördert die Vergleichbarkeit von Studiengängen und Abschlüssen – auch für Unternehmen – und macht Hochschul- und Landeswechsel für Lernende leichter.